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Meldungsarchiv

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   Meldungen 2020: 


Weitere interessante Lesefunde aus Niederhummel
Text Scheidl, Fotos Reithmeier

Auf Initiative von Ines und Hubert Reithmeier wurden dem Verein interessante neolithische Lesefunde von Herrn Schwab, Firma Euralis, aus Niederhummel vorgelegt. Wir bedanken uns nochmal ausdrücklich für dieses Engagement.
Bei der vorliegenden Keramik handelt es sich größtenteils um Stücke, die dem Mittelneolithikum, also der Stichbandkeramik und der Oberlauterbacher Kultur zuzuordnen sind. Besonders erwähnenswert ist ein verziertes Bodenstück eines steilwandigen Bechers mit Innen und Aussenverzierung, auch Schirmständer genannt, der nach Riedhammer ins SOB II datiert. Herzlichen Dank an dieser Stelle an Herrn Daniel Meixner und Frau Karin Riedhammer für ihre Expertise dazu.

 
Fotos: Bodenstück eines steilwandigen Bechers, SOBII

Des weiteren befindet sich im Fundgut Keramik der Stichbandkeramik und Oberlauterbacher Kultur, mit teilweise extrem filigran gestochener Verzierung.
 

 


Fotos: Keramik der mittleren Jungsteinzeit

Erwähnenswert sind zudem zwei Knubben mit Loch, eine verzierte Scherbe, die wohl am ehesten der Linearbandkeramik zuzuordnen ist und ein Steinbeilfragment



Fotos: Knubben, LBK-Scherbe und Steinbeil

 


 

Helfer für Ausgrabung in Moosburg

Es zeichnet sich ab, dass wir für die Grabung in Moosburg mithelfen können. Wer Zeit und Lust hat, sich in den nächsten Wochen unter der Woche zu beteiligen, kann sich gerne bei Lorenz Scheidl unter 01601281736 oder lorenz.scheidl@web.de melden.


Uni München und Archäologischer Verein drehen Lehrvideo

Das Coronavirus führte auch an der UNI München dazu, dass keine Vorlesungen stattfinden konnten. So kam Frau Dr. Caroline von Nicolai (Institut für Vor- und Frühgeschichte)

auf den Verein zu und bat um Unterstützung. So wurden ausgewählte Funde der Jungsteinzeit aus Niederhummel und Murr an den Fundplatz bei Niederhummel gebracht und dort ein Lehrvideo für die Studenten gedreht.

In Niederhummel wurden die bislang ältesten Zeugnisse von Besiedlung im Landkreis durch den Archäologischen Verein unter Leitung von Erwin Neumair entdeckt und geborgen. Unter anderem stammt von hier die ältest-Linearbandkeramische Flasche.

An der UNI wird somit nun per Fernlehrgang mit Funden aus dem Landkreis Freising unterichtet, worauf der Verein sehr stolz ist, zeigt es doch, wie bedeutend die Ausgrabungen der letzten Jahrzehnte für die Fachwelt sind.
(Text Scheidl, Foto Bichlmeier)



Vielversprechende erste Begehungen

Nach der Ernte heisst, die Lesefundsaison beginnt. So waren Mitglieder und Freunde der Archäologie bereits fleissig unterwegs. Hubert Reithmeier konnte im Bereich Niederndorf und Kirchamper kleine Silices und neolithischen Keramik (u.a. verzierte LBK) auflesen.Schon richtig spektakulär sind Funde von Herrn Schwab von der Firma Euralis, der auf den bewirtschafteten Feldern des Betriebes die Augen offen gehalten hat. Die Lesefunde stammen alle aus dem Gemeindegebiet Niederhummel und von eingetragenen Bodendenkmälern. Die Perle stammt aus dem Bereich nördlich der Straße Langenbach - Moosburg, zusammen mit mehreren SBK-Scherben, die anderen aus dem Ortszentrum Niederhummel. Die vermutliche Spinnwirtel ist aus Keramik, mit viel glimmerhaltigen Sand gemagert, es sind auch organische Bestandteile erkennbar.Die Perle besteht aus braunem Kalkstein mit einem Durchmesser von 22,4 ± 0,2 mm. Die mittige Innenbohrung hat 6 mm. Der gleichmäßige Außendurchmesser lässt darauf schließen, dass das Stück aus einer Kalksteinscheibe oder einem flachen Kalkstein rausgebohrt wurde.Die SBK Keramik neben der Perle deutet auf einen Kontext der Funde hin. Die Pfeilspitzen dürften einmal ins mittlere und einmal ins späte bis ausgehende Neolithikum datieren.Wir freuen uns sehr über das Interesse von Herrn Schwab und die Meldung der Funde, die enorm wichtig für die Landkreisgeschichte ist.

( Text: Scheidl/ Reithmeier , Fotos u. Zeichnungen: Reithmeier)











Stadtarchäologie Moosburg
(Text und Bild: Scheidl)
In Moosburg läuft eine Grabung durch die Firma Neuppert und Simm, bei der es zwar bisher keine Funde, dafür aber imposante Befunde gibt. Auf dem Grabungsareal im Stadtzentrum befand sich zuletzt eine Brauerei. Direkt darunter sind Mauerreste von bislang zwei Gebäuden aufgetaucht. Die Aussenmauern sollten hochmittelalterlich sein, die Innenmauern und Bodenziegel wohl eher neuzeitlich. Brandspuren am Mauerwerk deuten darauf hin, dass die Häuser nach dem Stadtbrand von 1865 offengelassen und auf dem Schutt die Brauerei gegründet wurde. 

                                                                                                  

  


                                                           

Wir ziehen wieder an einem Strang 

Die Emotionen schlugen zuletzt im Vorstand, aber auch bei vielen Mitgliedern und Unterstützern hoch, angesichts der Entscheidungen des Landkreises zur Kreisheimatpflege. 
Nun fand ein runder Tisch des Vorstandes mit Landrat Helmut Petz, Kreisarchäologin Delia Hurka und Herrn Winkler statt. Das Gesprächsklima war von gegenseitigem Wohlwollen geprägt und die problematischen Themen wurden Punkt für Punkt abgearbeitet und größtenteils auch eine Lösung gefunden.
So ist nun eine Lösung für den weiteren Verbleib der Ausstellung und des Depots greifbar. Mittelfristig steht sogar eine komfortable Gesamtlösung im Raum, die dann sogar zu mehr Platz führen würde.
Der Verein behält seinen Aufgabenbereich der Kreisheimatpflege wie gewohnt, auch wenn die Ernennung von Frau Hurka zur Kreisheimatpflegerin nicht mehr rückgängig zu machen ist. Nachdem aber eine sehr enge Abstimmung aller Themen vereinbart wurde kann der Vorstand mit dieser Lösung gut leben.
Das Problem mit Zugängen zur Funddatenbank kann auch gelöst werden.
Wir freuen uns über die Vermittlung durch Herrn Petz und das der Verein nun wieder im gewünschten Masse Würdigung erfährt und so seine Interessen wahren kann.
Durch die Bündelung der Kräfte von Verein und Landkreis kann zukünftig mehr erreicht werden. Freilich muss sich das Ganze nun nach und nach einspielen, aber die Weichen sind nun endlich in die richtige Richtung gestellt.

 


        

Vereinsarbeit und Corona

Eine "Zumutung für die Demokratie" betitelte Angela Merkel die Corona Krise. Doch nicht nur für die große Politik ist es das, sondern auch für jee vernünfftige Vereinsarbeit. So haben auch wir mit gravierenden Einschränkungen zu kämpfen. Vorträge, Fahrten, Ausstellungen - All das ist angesichts hoher Auflagen und dem Haftungsrisiko, wenn es doch zu einer Infektion kommt, nicht machbar.
Glücklicherweise können wir derzeit Feldbegehungen machen und bei Grabungen mitwirken.

Dem Vorstand ist völlig bewusst, dass vielen Mitgliedern unsere Veranstaltungen sehr fehlen. Dennoch werden wir wohl bis auf Weiteres unser Angebot nicht wie gewohnt anbieten können. Wie die Jahreshauptversammlung durchgeführt werden kann, ist weiter offen. Unsere größten Sorgen hierbei sind, dass ein Großteil der Mitglieder der Riskiogruppe zuzuordnen ist, aber auch, dass wir bei bisher allen zur Verfügung stehenden Lokalitäten eine strikte Besucherbegrenzung haben, was wohl zwangsweise dazu führen würde, dass ab einer gewissen Teilnehmerzahl dann Schluss ist, was für eine derartige Versammlung nicht zulässig wäre. Hierzu erörtern wir weiter die Möglichkeiten, bis hin zu einer digitalen Lösung.

Wir hoffen, dass sich die Pandemie positiv entwickelt und wir dann im Laufe des Jahre 2021 wieder richtig durchstarten können.