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5.02.2019 19:30 - Klosterbibliothek

Vortrag: Geopferte Menschen - Zerschlagene Artefakte

Referentin: Dr. Andrea Zeeb-Lanz, Generaldirektion Kulturelles Erbe Rheinland-Pfalz, Direktion Landesarchäologie

Der einzigartige steinzeitliche Ritualort von Herxheim bei Landau (Pfalz)
Bei Herxheim liegt  eine für ganz Europa einmalige Anlage der Bandkeramik-Kultur (Jungsteinzeit, um 5000 v. Chr.). In einem komplex gebauten Doppelgraben um eine Siedlung fanden sich die Überreste von mehr als 500 Menschen. Diese waren direkt
nach dem Tod systematisch zerlegt, die Knochen vom Fleisch befreit und danach größtenteils klein zerschlagen worden. Die Schädel der Toten erfuhren eine besondere Behandlung. Außerdem fanden sich hier prunkvolle Tongefäße,
Steingeräte und Mahlsteinplatten, sämtlich ebenfalls zerstört. Die Funde sind als die Überreste eines bislang einzigartigen Rituals zu interpretieren. Die zahlreichen Toten waren geopfert worden, und es gibt Hinweise, welche die Hypothese von Kannibalismus als Teil der Ritualhandlungen erlauben. Der reich bebilderte Vortrag schildert in Kürze die Grabungsgeschichte und fasst
dann die Ergebnisse der jahrelangen Forschungen des internationalen Wissenschaftlerteams zusammen, das die Anlage unter der Leitung der Referentin
seit 2004 ausgewertet hat.