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Neuigkeiten

Donnerstag, 13.06.2019
Vortrag beim Heimatverein Moosburg

Mittwoch, 12.06.2019
Fahrt nach Kempten

Freitag, 17.05.2019
Taberna Reatica im Landratsamt

Donnerstag, 14.03.2019
Trauer um Erwin Braun

Freitag, 1.02.2019
Trauer um Norbert Weiß

Mittwoch, 30.01.2019
Die Welt der Kelten

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Interessante Links

Partnervereine und Gruppen:


Verein für Höhlenkunde in München e.V.
http://vhm-muenchen.de/


Claymore - Die Schaukampfgruppe
http://www.die-schaukampfgruppe.de/


ArLan - Archäologischer Verein Landshut
http://www.arlan.de


AVE - Archäologischer Verein Erding
https://archaeologischer-verein-erding.de/verein/


Moosburg ganz anders
http://www.moosburgganzanders.de/

Meldungsarchiv

2019  2018   2017


   Meldungen 2019: 

13.06.2019
Vortrag beim Moosburger Heimatverein
Kürzlich referierte der 2. Vorsitzende, Florian Bichlmeier, beim Heimatverein Moosburg über die Römer im Landkreis Freising.
Der Vortrag begann mit den ersten römischen Kontakten zu uns in der Eisenzeit und führte über die Eroberung des Landkreises 15 v.Chr. bis hin zum Niedergang des römischen Reiches.

Ein besonderes Augenmerk lag auf römischen Stempeln und Ritzungen aus dem Landkreis, die Bichlmeier zusammen mit Maria Messner und Dr. Martin Pietsch kürzlich bearbeitet hat. Über die Stempel finden sie im aktuellen Heft des Vereins eine ausführliche Abhandlung. Zudem ist ein Teil der Objekte in Mauern in der Ausstellung "Archäologische Funde in Mauern und Umgebung" zu sehen.


Die Zusammenarbeit beider Vereine soll zukünftig intensiviert werden. Demnächst wird Bichlmeier einen weiteren Vortrag über Pfarrer Anton Nagl halten.



Foto von Astrid Siegl



12.06.2019
Fahrt nach Cambodunum

Kürzlich lud der Verein zu einer Fahrt nach Kempten in den dortigen Römerpark und die Erasmuskapelle ein. Dieser Einladung folgten rund 30 Interessierte. Zunächst besuchte man den Römerpark und begann die Führung im Tempelbezirk, wo man einer multimedial gestalteten Prozession beiwohnen konnte und Einblicke in die römischen Rituale bekam.
Nach einem Spaziergang durch den Park mit Erklärungen zu den ehamaligen Gebäuden dort kam die Gruppe zur Therme, die ausgiebig besichtigt wurde. Beeindruckend konnte man erahnen, wie bedeutend das tägliche Bad für die Römer gewesen sein muss.

Nach einem ausgiebigen Mittagstisch ging es weiter zur Erasmuskapelle, die ebenfalls mit einer Multimediashow aufwartete. Hier wurde die Geschichte des Bauwerks von den Anfängen im Mittelalter über einen großen Brand bis hin zur Bombardierung im dritten Reich gezeigt. Auch einige archäologische Funde konnten bestaunt werden.

Als dritter Programmpunkt konnte jeder für sich in Kempten noch Zeit verbringen, was beispielsweise durch Besuche von Kirchen oder aber ganz einfach, der Hitze geschuldet, ein paar gemütlichen Stunden in einem Cafe genutzt wurde. Die nächste Fahrt ist schon in Planung und soll nach Ulm führen. Näheres in Kürze auf unserer Homepage!


 
Fotos von Hubert Reithmeier
Weitere Bilder finden sie auf unserer Facebookseite unter:
https://www.facebook.com/pg/archaeologischervereinfreising/photos/?tab=album&album_id=1553409611459306



17.05.2019
Taberna Raetica im Landratsamt
(von Michael Schwaiger)

Es war kalt, es war naß und der Wind blies kräftig - so war das Wetter bei den Freisinger Gartentagen am 11 und 12.Mai 2019. Noch dazu war der Sonntag Muttertag...  Die Römergruppe ließ sich aber nicht abschrecken und öffnete die Pforten der Taberna Raetica im Kreuzgang des Landratsamts Freising. Auf selbstgestalteten Schautafeln wurde u.a. das Konzept einer römischen Taberna erklärt, Beispiele von Trinksprüchen bzw. Kneipenlatein geliefert und die Tracht in der unserer Provinz Raetien anhand Umzeichnungen von einem Grabdenkmal aus dem Historischen Museum Regensburg illustriert. Die einfach mit „Habemus“ bezeichnete Speisekarte umfasste außer römischen Brot mit Moretum, Epityrum oder Schmalz auch Lucanicae(römische Mettwürste). Außerdem fanden sich darauf 3 verschiedene Sorten Gewürzwein: Mulsum,Conditum und Piperatum. Alexandra Reithmeier zerrieb stilecht in einem Mortuarium Knoblauch, densie dann später zusammen mit Küchenkräutern, Olivenöl und Ricotta zu  Moretum verarbeitete. Vom Olivendip Epityrum hatte sie schon tags zuvor 4 kg vorbereitet.Claudius Philippus (Philipp Beil) war bei der Produktion der Original-Lucanicae beteiligt und stand am Sonntag Alexandra Reithmeier an der Küchentheke zur Seite. Das Küchenteam lieferte nach Bedarf Platten voller Canapés, die dann entweder gleich vor Ort von den Gästen verzehrt wurden oder von Prima Ursa (Anja Beil), Lucilla Mogantina (Stefanie Speckien) und dem Caupo (=Wirt) Julius Paternus (MichaelSchwaiger) im Stil antiker Straßenverkäufer im Freien unter das Publikum verteilt wurden. Die Häppchen kamen sehr gut an, auch die Lucanicae wurden sehr gelobt, die Tabletts waren immer in Windeseile leer.An der Weintheke forderte neben dem Caupo auch Siora(Astrid Siegl) zur  Weinprobe auf. Die Reaktionen der Besucher auf die verschiedenen mit Honig und Gewürzen versetzten Weine waren oft ganz unterschiedlich:während viele den mit Koriander und Lorbeerblättern veredelten Mulsum vorzogen, zogen andere wieder den Piperatum mit seinem pfeffrigen Abgang vor, während die dritte Fraktion zum geharzten Conditum tendierte.Insgesamt wurde aber der interessante, ganz ungewohnte Geschmack hervorgehoben, man konnte sich die Weine als Aperitiv oder Dessertweine, aber auch als Glühwein vorstellen. (Diese letzte Anregung wird auf alle Fälle für die nächsten Gartentage in Betracht gezogen...)

Am Sonntag beehrte Marcus Antonius Rufus (Klaus Hergl) von der Legio XV Apollinaris Coh I die Taberna mit seiner Anwesenheit. Er sprach dem Weinangebot in Maßen zu und ließ sich darauf vom vom Villenbesitzer Lucius Laurentius Rusticus (Lorenz Scheidl) zu ungezählten Partien "Latrunculi" verführen. Der Legionär gab den Speisenträgern auch bei einer ihrer zahlreichen Exkursionen ins zunehmend unwirtliche Freigelände schützendes Geleit.

Die Bilanz: Geschätzte 500 Besucher statteten der Taberna einen Besuch ab, ca. 200 davon probierten die Gewürzweine. Interessante Gespräche mit Gästen, darunter Aileen Fahsig von „Hedningar und Hedningar Historic Tailor“, die sich in 10 Jahren in der Reenactmentszene einen ausgezeichneten Ruf erarbeitet hat.

Internationale Besucher kamen unter anderem aus Slowenien, Tschechien und der Schweiz. Ca. 15 Liter trinkfertig gemischter Wein (aus etwa 8 Litern zubereitetem Gewürzwein) wurden ausgeschenkt und 10 Laibe römisches Brot, 10 kg Lucanicae, 2 kg Epityrum, 2 kg Moretum u. 500 g Schmalz verzehrt. Insgesamt – vor allem unter Einbeziehung der widrigen Witterungsverhältnisse und des verhältnismässig abgelegenen Standorts im Kreuzgang - ein schöner Erfolg und ein guter öffentlicher Einstand für die Römergruppe!

Fotos von Hubert Reithmeier


14.03.2019
Trauer um Erwin Braun
-von Lorenz Scheidl-

Vergangene Woche verstarb Erwin Braun aus Mauern. Erwin hat sich in erster Linie für sein Engagement bei der Feuerwehr einen Namen gemacht und war lange Jahre Kreisbrandrat im Landkreis Freising. In akribischer Kleinstarbeit erstellte er Chroniken für viele Feuerwehren des Landkreises und sammelte alles was er an historischer Feuerwehrausrüstung finden konnte. Im Feuerwehrhaus Mauern richtete er sogar ein kleines Feuerwehrmuseum ein. Seine Liebe zur Feuerwehr zeigte sich auch in seiner Leidenschaft für Modellbau, speziell den Nachbau von echten Feuerwehrfahrzeugen. Auch Dioramen mit historischen Gebäuden aus Mauern erstellte er mit Hingabe.

Neben seiner Tätigkeit für die Feuerwehr übernahm er den Posten des Dorfchronisten von Franz Hagl und führte diese Arbeit in Perfektion weiter. Bei Gesprächen mit ihm gab es kaum ein Detail zur Dorfgeschichte Mauerns, das er nicht kannte. Sein Wissen reichte von den Anfängen der Siedlungsgeschichte, über das Mittelalter und die Mauerner Hofmark bis hin zu Ereignissen aus dem dritten Reich. Mit seinem Tod wäre dieses Wissen verloren gewesen, hätte Erwin nicht nach und nach alles niedergeschrieben, was er wusste. Die aktuelleren Geschehnisse im Mauerner Alltag waren ihm dabei nicht wenigert wert, denn akribisch schrieb er auch diese in zahllosen Ordnern nieder, die im Mauerner Bürgerhaus ihre Heimat gefunden haben.

Die Arbeit des archäologischen Vereins verfolgte er stets mit großem Interesse und bei der Grabungskampagne in Alpersdorf wurde er sogar selbst immer wieder tätig. Ich erinnere mich sehr gut, wie er an nahezu jedem Grabungstag, bewaffnet mit seiner Kamera, und erwartungsvollem Blick auf der Grabung eintraf, mit der Frage "Habds wieder wos gfunna, Lorenz?" Umso schöner war es, wenn es tatsächlich einen neuen, besonderen Fund gab, denn dieser wurde eingehend von ihm fotografiert und begutachtet. Nach und nach erarbeitete er einen Bild- und Textband, der sich mit der Arbeit unseres Vereins beschäftigt. Erwin war ein sehr gern gesehener Gast unserer Grabungen und seine Besuche werden bei zukünftigen Projekten fehlen.

2018 wurde in Mauern beschlossen, einen historischen Wanderweg einzurichten, mit Schautafeln zu archäologischen, wie historischen Themen. Für die historischen Bildaufnahmen und Daten, wie Hochwasser, Flugzeugabsturz, aber auch auch den ehemaligen Ratzenhof zu Alpersdorf war Erwin unsere Adresse. Bereits kurz nachdem ich ihn um Hilfe bat, hatte er auch schon eine riesige Menge an Informationen für dieses Projekt herausgesucht. Als wir die Informationen bei ihm abholten und die Bilder gescannt haben, war er gesundheitlich bereits sehr angeschlagen. Umso größer ist der Dank des Vereins, dass er selbst da noch ohne zu zögern ein offenes Ohr für dieses Anliegen hatte und unsere Erwartungen, was wir für unser Projekt bekommen sollten sogar noch übertraf. Der Mauerner Wanderweg wurde damit mit einen nicht unerheblichen Teil von Erwins Wissens bereichert.

Mit Erwin Braun stirbt eine bedeutende Mauerner Persönlichkeit. Sein Engagement für das Ehrenamt, seine offene Art und Hilfsbereitschaft gegenüber seinen Mitmenschen soll uns allen ein Vorbild sein.

Wir werden Erwin stets ein ehrendes Andenken bewahren.

Scheidl Lorenz, 1. Vorsitzender

  
Foto: Fund des Riesengefäßes von Mauern, Alpersdorf. Erwin Braun verfolgte interessiert die Bergung (2.v.l.)


 

1.02.2019
Trauer um Norbert Weiß

Kürzlich ist unser langjähriges Mitglied, Norbert Weiß, verstorben. Norbert war sehr engagiert an den Grabungen des Vereins beteiligt und hat unsere Arbeit stets unterstützt. Anfragen nach Hilfe hat er nie abgelehnt. Wir verlieren mit ihm ein verdientes Mitglied

Wir werden ihm stehts ein ehrendes Andenken bewahren.


30.01.2019
Die Welt der Kelten

Kürzlich hat sich eine Gruppe Schüler vom Oskar-Maria-Graf-Gymnasium Neufahrn in unserer Ausstellung über die Kelten im Landkreis Freising informiert. Florian Bichlmeier und Alfred Ballauf referierten zunächst ausführlich über den Stand der Forschung und zeigten dann Funde wie z.B. einen römischen Becher mit dem Grafitto "Siora". Dieser Name stammt eindeutig aus dem Keltischen und weist damit auf enge Beziehungen hin. Auch die Kulturen vor und nach den Kelten wurden kurz erläutert.



Foto von Lorenz Scheidl


 
17.01.2019
Spielen wie die Römer

Von den klassischen Brettspielen wie Mensch-Ärgere-Dich-Nicht über Gesellschaftsspiele wie z.B. Trivial Pursuit oder Pecunia non olet bis zu römischen Spielen konnten am vergangenen Samstag in der ehemaligen Klosterbibliothek am Landratsamt Freising mehr als einhundert verschiedene Spiele ausgiebig getestet werden.
Trotz des schlechten Wetters fanden doch einige Spielefreunde den Weg zu uns.
Insbesondere die von Michael Schwaiger nachgebauten römischen Brettspiele fanden lebhaftes Interesse.



Foto (Reithmeier): Echte römische Spiele von Michael Schwaiger


14.01.2019
Mühlbachfunde zurück im Landkreis

Ein großer Teil der Funde vom Moosburger Mühlbach ist über den Nachlass von Prof. Hagn in die Staatssammlung überstellt worden. Nach Recherche des Vereins stellte sich heraus, dass dieser Fundkomplex vollumfänglich dem Verein als Eigentümer zusteht. So konnten kürzlich, unter Mithilfe einiger engagierter Mitglieder, 201 Bananenkartons mit Funden in München abgeholt werden. Herzlichen Dank an dieser Stelle für diesen Einsatz!
Da es derzeit Statik- und Platzprobleme im Freisinger Depot gibt, wurden von der Stadt Moosburg kurzfristig mehrere Lagerräume für den Fundzuwachs bereit gestellt. Auch hierfür bedanken wir uns in aller Form!
Nun müssen die Funde nach und nach gesichtet werden. Vielfach sind die Fundtüten bereits am zerfallen und zu ersetzen. Auch die Bananenkisten sollen durch DIN-Kartons ausgetauscht werden. Hierbei werden sie auch gleich in unsere Funddatenbank eingepflegt. Die Arbeit geht also im neuen Jahr sicherlich nicht aus!


Foto (Scheidl): Florian Bichlmeier bei der Abholung der Funde in München