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   Meldungen 2016: 

 


-28.10.2016-

Tag der offenen Tür am Landratsamt - Rekordbesuch der Ausstellung


Der Tag der offenen Tür des Landratsamtes Freising bescherte dem Verein einen Rekordbesuch von 160 Interessierten, die durch Mitglieder durch die Ausstellung geführt wurden. Begeistert hat auch Lothar Breinl, der im Innenhof des Landratsamtes steinzeitliche Handwerkstechniken vorführte und die vielen Besucher auf eine Zeitreise in die Jungsteinzeit führte. Im Mittelpunkt standen hier Feuermachen und Silexschlagen. Die Jugendgruppe hat sich für die jüngeren Besucher einen Fragebogen ausgedacht, dessen Fragen in der Dauerausstellung zu beantworten waren. In einer Tombola konnte dann jeder richtig ausgefüllte Fragebogen in einen kleinen Preis umgetauscht werden. An dieser Stelle bedanken wir uns recht herzlich bei den Spendern für diese Tombola: Edeka Stöber Gammelsdorf, Getränke Hörl Mauern, Sparkasse Mauern, Baywa Moosburg und Högl Kompost Dietrichsdorf.

Fotos in Kürze 


-20.10.2016-

Zweite Jugendfahrt am 20.11.2016: Ausstellung Archäologie Region Landshut und Kasimir Museum

Am 20.11.2016 bietet unsere Jugendgruppe ihre nächste Fahrt an. Diesmal geht es in die Stadtresidenz Landshut zur Ausstellung "Archäologie Region Landshut", wo wir eine spezielle Kinder-führung bekommen, bei der auch Archäologie zum Anfassen geboten sein wird. Im Anschluss führt eine kurze Wanderung zum Kasimir-Museum Landshut, ein spezielles Kindermuseum, das beispielsweise zeigt, wie und vor allem was im Mittelalter gespielt wurde. Auch hier findet eine Führung statt.  Die Anreise ist diesmal in Eigenregie, bzw. in Fahrgemeinschaften angedacht. Treffpunkt für die Führung ist in Landshut an der Stadtresidenz um 13:15 Uhr. Die Teilnahme kostet 5? pro Person. Anmeldungen sind ab sofort unter 0152/33913383 oder 0160/1281736 möglich.


-7.09.2016-
Tag des offenen Denkmals

Anlässlich des Tags des offenen Denkmals ist auch die Dauerausstellung des Archäologischen Vereins am Sonntag, den 11.09.2016 von 10-17 Uhr geöffnet. Als kleine Besonderheit wurde von der Archäologin, Maria Meßner, eine Vitrine mit bisher noch nicht gezeigten Funden aus den römischen Brandgräbern von Niederambach bestückt. Zudem erwarten die Besucher Funde aus 8 Jahrtausenden Landkreisgeschichte, angefangen bei der ersten Besiedelung in der Jungsteinzeit bis hin zu herrlichen Funden der Neuzeit, beispielsweise vom Moosburger Setzbräu. Die Ausstellung befindet sich im Landratsamt Freising, Eingang gegenüber dem Marstall. Der Weg ist ab dem Parkplatz mit Aufstellern beschildert. Der Eintritt ist frei.



Foto (Scheidl): Maria Meßner und Florian Bichlmeier begutachten römische Keramik von Niederambach


-5.09.2016-
Infostand in Mauern begeistert

Anlässlich der Einweihung des Schloßareals in Mauern war auch der archäologische Verein mit einem umfangreichen Infostand vor Ort. Den sehr interessierten Besuchern wurden Funde aus dem Gemeindebereich von Mauern gezeigt und erklärt. Auch Bürgermeister Georg Krojer machte sich einmal mehr ein Bild von der mittlerweile nahezu lückenlosen Geschichte der Gemeinde.


 
 
 
 

Fotos (Scheidl):
oben links: Lehrer der Grundschule Mauern informieren sich über die Möglichkeiten für Schüler
oben rechts: Blick auf den Infostand
Mitte links: Der Infostand war stark frequentiert 
Mitte rechts und Unten: Bürgermeister Georg Krojer am Infostand 


-12.08.2016-
Camerloher-Gymnasium erneut bei Römertagen zu Gast

Anlässlich ihrer Römertage war das Camerloher-Gymnasium zum Schuljahresende erneut in unseren Ausstellungsräumen zu Gast und wurden von Florian Bichlmeier und Alfred Ballauf durch die Räumlichkeiten geführt. Interessiert lauschten die Schüler den Ausführungen zu den Kulturstufen von der Jungsteinzeit bis heute, wobei natürlich der Schwerpunkt bei den römischen Funden lag. Ganz besonders spannend waren die Ausführungen zu den Stempeln auf der römischen  Keramik, die es heute ermöglichen, die genaue Herkunft, ja sogar den Töpfermeister nachzuvollziehen. Ein abermals sehr spannender Tag, an dem Geschichte hautnah erlebt werden konnte. Die Jugendarbeit und die Zusammenarbeit mit Schulen nehmen somit langsam richtig Fahrt auf und sollen auch noch weiter intensiviert werden.



Foto (Scheidl): Alfred Ballauf bei der Führung


-11.08.2016-
Lothar Breinl kommt

Am 15.10. veranstaltet das Landratsamt Freising einen Tag der offenen Tür. Auch unsere Daueraussatellung ist zu diesem Anlass geöffnet. Im Aussenbereich des Landratsamtes wird Lothar Breinl jungsteinzeitliche Handwerkstechniken vorführen. Unsere Juendgruppe veranstaltet in den Ausstellungsräumen eine Schnitzeljagd für Kinder und Jugendliche. Weitere Infos folgen an dieser Stelle.


Foto(Scheidl): Lothar Breinl bei einem Vortrag in der Klosterbibliothek


-24.07.2016-
Jugendfahrt ein voller Erfolg

Der erste Ausflug der Jugendgruppe des archäologischen Vereins war gleich ein riesiger Erfolg. Nach einer munteren Fahrt in den bayerischen Wald zum Keltendorf Gabreta gab es für die Erwachsenen Teilnehmer ein Begrüßungsmet. Daraufhin folgte ein abwechslungsreicher Rundgang durch das Dorf. Die Erwachsenen und Kinder erfuhren viel wissenswertes über diese längst vergangene Epoche. Anschaulich wurden die Lebensweise, die Ernährung, das Handwerk, und die Religion erklärt. Besonders faszinierend waren die Ausführungen über die Druiden, die über 20 Jahre lang lernen mussten, um ihr Handwerk zu verstehen, waren sie doch Arzt, Priester, Richter und noch vieles mehr in einer Person. Sogar den bekannten Zaubertrank aus den Asterix-Comics brauten sie wirklich, wenn auch dieser keine Superkräfte verlieh. Eher war dies ein Gebräu mit geheimen Zutaten, das die Männer damals vor einer Schlacht furchtloser werden lies oder die Wundheilung verbesserte. Einen Kessel Zaubertrank durften die Teilnehmer sogar selbst brauen und dann verkosten. Nach der Mittagspause folgte dann das dritte Highlight des Tages, nämlich das Backen von echtem keltischen Brot nach altem Rezept. Der Teig durfte dabei nach Belieben mit Kräutern aus dem Garten des Keltendorfes garniert werden. Ein Heidenspaß und vor allem richtig schmackhaft. Der Tenor der Fahrt war, das Keltendorf unbedingt irgendwann nochmals besuchen zu müssen. Unbedingt wollen alle auch an der nächsten Jugenfahrt des Vereins teilnehmen.

Wir bedanken uns bei allen Teilnehmern und Organisatoren für diese erste große Jugendverantaltung und den Erfolg dieser Veranstaltung!


 



Fotos (Scheidl): Die Gruppe des Vereins im Keltendorf


-17.07.2016-

Noch Restplätze für Jugendfahrt vorhanden

Für die Fahrt nach nach Gabreta am 24.07.2016 sind noch 8 Restplätze frei. Wer noch kurzfristig mitfahren möchte soll sich möglichst bald bei Lorenz Scheidl unter 01601281736 melden.


-16.07.2016-

Jetzt Karten sichern für die "Lange Nacht der Freisinger Stadtführer"

Auch wenn's "Lange Nacht" heißt - es wird wieder ausgesprochen kurzweilig bei dem bunten Potpourri unterschiedlichster, ungewöhnlicher Rundgänge, die am Freitag, 29. Juli, ab 18 Uhr auch  2016 wieder die "Lange Nacht der Freisinger Stadtführer" auszeichnen. Der übersichtliche Programm Flyer ist erhältlich in der Touristinformation und selbstverständlich auch einzusehen hier im Internetauftritt der Stadt Freising auf denTourismusseiten.  

Übrigens: Von der Altstadt nach Neustift gibt's heuer erstmals einen "Bockerlbahn"-Transfer ab dem Parkplatz Kammergasse-Ost (kein Rücktransfer).

Eintrittskarten zu 15 Euro (zehn Euro für Studenten) sowie weitere Informationen gibt's in der Touristinformation der  Stadt Freising, Marienplatz 7, Tel. 54-4 41 11.  Restkarten sind am 29. Juli in der Touristinformation bis 19 Uhr erhältlich sowie vor der Kirche in Neustift von 18 bis 19 Uhr. Der einmal  zu entrichtende Eintritt berechtigt zur Teilnahme an vier ausgewählten Führungen und dem Abschlusskonzert. Bitte beachten: Die Teilnehmerzahl des Abends ist auf 300 Personen beschränkt, verschiedene Besichtigungen können aus Sicherheitsgründen nur in Kleingruppen durchgeführt werden - die im Programm angegebene Teilnehmerzahl ist bindend! Die Reihenfolge der Ankunft am genannten Treffpunkt entscheidet über die Teilnahme.

Der Archäologische Verein ist dieses Mal auch dabei! Über einen Besuch in unserem Depot freuen wir uns sehr!


-14.07.2016-

Fundverbleib vertraglich geregelt
Mauerner Funde ziehen ins Landkreisdepot

Der Verbleib von archäologischen Funden, die im Landkreis Freising gemacht werden, im Depot und die folgende Präsentation in den Ausstellungsräumen ist eines der obersten Ziele des archäologischen Vereins. Mit den Funden der Grabung in Mauern, die seit dem Frühjahr sehr erfolgreich läuft, wird ebenfalls so verfahren. Die Übergabe wurde kürzlich hochoffiziell mit einem Fundvertrag geregelt. Bürgermeister Krojer und die Vereinsspitze trafen sich hierzu in den historisch bedeutenden Räumen des Hofmarkschlosses. Die Vorteile dieser Übergabe sind für beide Seiten immens. Der Verein kann sich um eine umfassende Aufarbeitung, Restaurierung, Publikation und natürlich der Präsentation des Gesamtfundkomplexes Mauern kümmern. Für die Gemeinde Mauern fallen keine weiteren Kosten für Restaurierung, Fundlagerung und Archivierung an. Der Verein verpflichtet sich im Gegenzug, Aktionen, Ausstellungen und Vorträge, im Rahmen des  Möglichen, in Mauern abzuhalten. Diese Praxis hat sich bereits seit Jahrzehnten bewährt und führte zu einer harmonischen Zusammenarbeit zwischen Grabungsfirmen, Verein und Gemeinde und einer Vorreiterrolle in der Archäologie, die beispielhaft für die ganze Region steht und in dieser Form hoffentlich Schule machen wird. Die bislang geborgenen Funde, allen vorran natürlich der Bajuwarenkrieger, werden so bald wie möglich restauriert und dann in den Ausstellungsräumen zu besichtigen sein. Spannend bleibt natürlich, was die derzeit wieder anlaufende Grabungskampagne in Alpersdorf noch zu Tage fördern wird.



Fotos (Siegl): Vertragsunterzeichnung und Übergabe


-24.06.2016-

Jugendgruppe gegründet
Erste Fahrt führt nach Gabreta
In ihrer jüngsten Sitzung hat die Vorstandschaft die Gründung einer Jugendgruppe beschlossen. Unter Leitung von Iris Haderer und Astrid Siegl werden zukünftig Fahrten und Aktionen für Kinder und Jugendliche durchgeführt. Eine erste Fahrt findet bereits am 24.07 statt und führt uns ins Keltendorf Gabreta im bayerischen Wald. Dort werden wir an Aktionen wie Brot backen und Zaubertrank brauen teilnehmen. Natürlich sind auch Eltern willkommen! Abfahrt ist um 9:00 in Freising/ Luitpoldanlage und um 9:20 in Moosburg/ Viehmarktplatz. Rückkehr in Moosburg ist gegen 17:40 und in Freising gegen 18:00. Die Teilnahmegebühr liegt bei 15? pro Kind oder 50? pro Famile (4 Personen). Anmeldungen unter 0152/33913383 oder 01601281736 oder per Mail unter lorenz.scheidl@web.de

 


-20.06.2016-

Grabung in Alpersdorf geht in die nächste Runde

In Mauern/ Alpersdorf ist die
Grabung in den Trassen abgeschlossen. Die Kampagne wurde unter Leitung der
Firma X-Cavate durchgeführt und durch uns tatkräftig unterstützt. Die Helfer
des Vereins haben dabei rund 800 Stunden ehrenamtliche Arbeit geleistet. Durch
die Gemeinde hat das Grabungsteam wieder jede erdenkliche Hilfe bekommen was zu
einer sehr harmonischen Zusammenarbeit geführt hat.

Die Ergebnisse lassen sich mehr als sehen. Das Highlight ist natürlich der Fund
einer bajuwarischen Bestattung (Bild oben) mit reicher Ausstattung, sprich
Schwert, Kamm und Riemenzungen. Hier wird es zukünftig spannend, inwieweit
diese mit der frühmittelalterlichen Siedlung, die bereits in den
Grabungskampagnen des Vereins von 1997 - 2005 aufgedeckt wurde, in Zusammenhang
steht.

Den Großteil der Befunde bilden neolithische Gruben, die eine enorme
Komplexizität aufweisen. Im Detail datiert die Keramik, nach derzeitigem Stand,
in die Stichbandkeramik und die Oberlauter-bacher Gruppe. Wie diese beiden
Kulturen in Zusammenhang stehen ist unter Experten bekanntlich strittig.
Vielleicht aber lässt die Auswertung der Stratigraphie der Gruben hier weitere
Rückschlüsse zu. Das Fundgut besteht weitgehend aus Keramik und Silices.
Besonders hervor-zuheben ist hierbei ein Großgefäß der Stichbandkeramik mit
einer herrlichen Verzierung. Das von Erich Ludwig vorrestaurierte Stück misst
in etwa 25cm Höhe und 50cm im Durchmesser und ist somit ungewöhnlich groß.
Üblich ist in dieser Größe für gewöhnlich Grobkeramik.

Die Endrestaurierung der Keramik und vor allem der Bestattung werden mit
Sicherheit einiges an Kosten verschlingen, weshalb hier wieder Spender und Sponsoren
gefragt sind.

Spenden erbitten wir auf folgendes Konto: Sparkasse
Freising IBAN DE51 7005 1003 0000 0122 29

Quittungen stellt unser Kassier, Fritz Ott, aus. Seine Email ist:
Fritzott@web.de

Ab Anfang Juli wird die Grabung in der Fläche fortgesetzt. Hierfür benötigen
wir noch dringend weitere Helfer! Wer Interesse hat, wird gebeten, sich beim 1.
Vorsitzenden, Lorenz Scheidl, unter lorenz.scheidl@web.de oder 01601281736 zu
melden.


Foto (Bichlmeier): bajuwarische Bestattung von Mauern


- 15.04.2016 -

Viel Arbeit für neu gewählte Vorstandschaft

 Kürzlich fand die Jahreshauptversammlung des Archäologischen Vereins Freising statt und begann mit einer Gedenkminute für den verstorbenen Vereinsgründer Erwin Neumair. Im vergangenen Jahr wurde wieder sehr viel geschafft. Die Archivierung der Depotbestände geht zügig voran und die Dauerausstellung erfreut sich zunehmender Beliebtheit. Abermals wurden Fahrten und Vorträge, beispielsweise von Prof. Pernicka zum Thema "Troia" angeboten. Aktuell bündelt vor allem die laufende Ausgrabung in Mauern Alpersdorf alle verfügbaren Kräfte des Vereins. Die bisher ergrabenen Funde und Befunde datieren in die Jungsteinzeit und zeigen eine Fortsetzung der Siedlungstätigkeit nach Nordosten hin. Neben der Fortführung der Grabung zusammen mit der Firma X-Cavate thematisierte der Vorsitzende, Lorenz Scheidl, auch die bisher vernachlässigte Jugendarbeit im Verein, die  aber durch Iris Haderer zukünftig geleitet werden soll. Auch im kommenden Jahr werden wieder Fahrten und Vorträge durchgeführt. Ein ganz wichtiger Punkt ist die Einführung eines Kreisarchäologen, der in den nächsten Monaten sein Amt antreten wird. Zunächst soll dieser den Verein bei der Archivierung unterstützen um festzustellen, welche Funde im Detail vorhanden sind, was einer weiteren Bearbeitung unterzogen werden sollte und was vor allem präsentiert werden kann. Nach Abschluss dieser Arbeiten wird man sich dann in enger Zusammenarbeit zwischen Verein, Landkreis und Kreisarchäologe Gedanken über eine Museumslösung machen.

Nach dem Bericht des Vorsitzenden folgte der Kassenbericht und die Kassenprüfung. Die Finanzen des Vereins haben einen Zuwachs erhalten, der als Rücklage für kommende Publikationen sehr gut gebraucht werden kann. Bruno Poschner, langjähriger Kassier und "Mädchen für alles" wird sein Amt zukünftig in jüngere Hände abgeben, aber weiterhin als Beisitzer in der Vorstandschaft bleiben.

Die Neuwahlen brachten eine weitere Verjüngung der Vorstandschaft mit sich. Als 1. Vorsitzender wurde Lorenz Scheidl im Amt bestätigt. Sein Vize ist der bisherige Beisizer Florian Bichlmeier. Um die Finanzen kümmert sich zukünftig Fritz Ott und um die Schriftührung Maria Messner. Beisitzer sind nun: Alfred Ballauf, Hans Gumberger, Iris Haderer, Hans Nerb, Ingrid Künne, Bruno Poschner, Erich Ludwig und Reinhard Wittig. Für die kommenden großen Aufgaben ist der Verein somit gut aufgestellt.

Als Höhepunkt des Abends referierte Museumsleiter Dr. David über bronzezeitliche Kulturbeziehungen. Die Funde des Vereins spielen bei der Erforschung dieser in der 1. Liga mit und haben bereits viele neue Erkenntnisse erbracht. In seinem Vortrag erläuterte er weitreichende kulturelle Kontakte die schon damals bestanden haben. Leider gab und gibt es auch immer wieder Fälschungen von Fundobjekten. Sehr kritisch ging er in diesem Zusammenhang auf die Bernstorfer Goldfunde ein, deren Ornamentik und Machart mit keinerlei anderen Funden, zumindest aus der Bronzezeit, Parallelen aufweist.




Fotos (Scheidl, Scharlach): links: der neu gewählte Vorstand, Mitte: Dr. David bei seinem Vortrag, rechts: die voll besetzte Klosterbibliothek



- 4.03.2016 -

Grabung in Alpersdorf - Vorbereitungen laufen auf Hochtouren

Die anstehenden Ausgrabungen in Mauern Alpersdorf werfen ihre Schatten voraus. Es müssen die Grabungsmannschaft zusammengetrommelt werden und die Abstimmungen mit der ausführenden Firma X-Cavate, der Gemeinde und anderen Beteiligten laufen. Während alledem lagen die zwei vereinseigenen Bauwägen, die mit Werkzeugwagen und Bürowagen eine unzertrennbare Einheit bilden, seit vielen Jahren bei Zolling im Dornröschenschlaf. Der 1. Vorsitzende Scheidl Lorenz, Florian Bichlmeier und Astrid Siegl haben unter großer Unterstützung des Landkreisbauhofs und der Firma Hagl aus Niederndorf die Wägen wieder fit für die Reise nach Mauern gemacht. Die Reifen mussten wieder mit Luft befüllt werden und kleinere Reparaturen waren notwendig. Nun stehen die beiden Wägen bereits in Mauern und warten auf ihren Einsatz.



Fotos (Siegl): Florian Bichlmeier (oben) und Scheidl Lorenz (unten) bei der Instandsetzung
der Bauwägen


- 8.02.2016-

Technik der Vorzeit - Archäologie im Experiment

Kürzlich war Lothar Breinl, Experimentalarchäologe, zu einem Vortrag beim Archäologischen Verein. Breinl beschäftigt sich bereits seit Jahren intensiv mit experimenteller Archäologie. Dieses Themengebiet beschäftigt sich damit, herauszufinden, welche Materialien und Werkzeuge wie benutzt wurden. Viele ursprüngliche Thesen hat man so bereits widerlegen können.

Breinl zeigte ein nachgebautes jungsteinzeitliches Haus, das sich im Tiergarten Straubing befindet. Mittlerweile zeigt dieses bereits so starke Schäden, dass es nicht mehr betreten werden darf. Das Dach macht Probleme. Die ersten Siedler der Jungsteinzeit waren sicherlich auch mit diesen Problemen betraut und haben sie wohl auch gelöst. Daher ist im Hausbau wohl vieles anders gewesen als bislang in der Wissenschaft angenommen. Auch eine Haltung von Tieren gepaart mit einer Aufteilung in Arbeitsbereich und Wohnbereich ist durch verschiedenste Erkenntnisse eher unwahrscheinlich geworden. Es ist sogar denkbar, dass die enorm langen Häuser der Bandkeramik gar nicht komplett überdacht und umwandet waren, sondern aus Haus und Vorbau bestanden haben.

Faszinierend waren Breinls Vorführungen zum Feuermachen mit Feuerstein und Zunder und das Schlagen von Silexklingen. Hier ist die Problematik weniger das Wie sondern das Womit. Die experimentelle Archäologie scheitert leider oft daran, dass die passenden Materialien oder aber die passende Qualität nicht verfügbar sind. Zum Bogenbau braucht man beispielsweise lange Eibenäste, sie man in der Natur aufgrund des Naturschutzes nicht entnehmen darf und in den Gärten und Parks nicht die passende Qualität aufweisen.

Eine ausgedehnte Diskussion zum Schluss zeigte das große Interesse an der Thematik und daher war es sicherlich nicht der letzte Besuch Breinls beim Archäologischen Verein.


                                  Foto(Scheidl): Lothar Breinl beim Feuermachen